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Achtung Radfahrer

Aktuell, alles rechtens? Donnerstag, 01. Juni 2017 - 00:00 Uhr

Im Allgemeinen regelt die StVO den Straßenverkehr, auch den von Radfahrern. Doch oft herrscht Unsicherheit. Was dürfen Radfahrer wirklich: Ist auf der Straße fahren trotz Fahrradweg erlaubt?

Und wie sieht es aus mit Musikhören und Telefonieren? Dürfen wartende Autos vor roten Ampeln überholt werden? Und gibt es spezielle Reglungen für sogenannte E-Bikes?

Welche Strafe droht alkoholisierten Fahrradfahrern?

 

 

 

Wer mit 1,6 Promille oder mehr noch Rad fährt, begeht eine Straftat. Er muss mit Geld- oder Freiheitsstrafe, Punkten in Flensburg und Fahrerlaubnisentzug rechnen und es kann eine MPU angeordnet werden. Unter Umständen kann auch das Fahrradfahren verboten werden. Aber auch mit einem Alkoholgehalt ab 0,3 Promille kann man sich strafbar machen, wenn es zu alkoholbedingten Fahrfehlern kommt. Bei Unfällen droht zudem eine zivilrechtliche Haftung.

 

 

 

Gilt ein so genanntes E-Bike verkehrsrechtlich als Fahrrad oder finden darauf die – meist strengeren – Bestimmungen für Kraftfahrzeuge Anwendung?

 

 

 

Der Gesetzgeber hat zwischenzeitlich klargestellt, dass so genannte E-Bikes, obwohl sie über einen (elektro-)motorischen Hilfsantrieb verfügen, keine Kraftfahrzeuge sind. Sie werden also verkehrsrechtlich wie "einfache" Fahrräder behandelt.

 

 

 

Müssen Radfahrer am äußersten rechten Fahrbahnrand fahren?

 

 

 

Radfahrer müssen zwar rechts fahren, dürfen aber einen gewissen Abstand zum Fahrbahnrand halten. Im Normalfall darf der Abstand ca. 50 - 80 cm (von der Außenkante des Lenkers gemessen) betragen. Führt der Weg an parkenden Autos vorbei, kann der Abstand so bemessen sein, dass der Radfahrer nicht durch eine sich plötzlich öffnende Tür gefährdet wird, also mehr als einen Meter betragen.

 

 

 

Besteht Benutzungspflicht für einen Fahrradweg?

 

 

 

Ist der Radweg mit einem blauen Schild mit weißem Fahrrad gekennzeichnet (Zeichen 237-Radweg), so besteht die Pflicht für Radfahrer, diesen zu benutzen. Es gibt aber auch andere Radwege, z. B. eine durch rote Pflasterung gekennzeichnete Spur auf Fußgängerwegen oder solche, die mit einem Schild mit schwarzem Fahrrad auf weißem Grund versehen sind. Hier besteht keine Benutzungspflicht.

 

 

 

Genießen Fahrradfahrer auf dem Zebrastreifen denselben Schutz wie Fußgänger?

 

 

 

Der Zebrastreifen soll Fußgänger und Rollstuhlfahrer schützen. Radfahrer müssen also absteigen, wenn sie auf dem Zebrastreifen sicher die Straße überqueren wollen. Tun sie das nicht und kommt es zu einem Unfall, so trifft sie regelmäßig ein Mitverschulden.

 

 

 

Dürfen Fahrradfahrer zu zweit nebeneinander fahren?

 

 

 

Wenn der Verkehr nicht behindert wird, dürfen Radfahrer auch nebeneinander fahren. Kommt es zu einer Behinderung, drohen 15 Euro Bußgeld. Wenn mehr als 15 Radfahrer im geschlossenen Verband unterwegs sind, darf in jedem Fall zu zweit nebeneinander gefahren werden. Autofahrer müssen dann so lange dahinter fahren, bis sich eine Möglichkeit zum Überholen bietet.

 

 

 

Kann dem Radfahrer eine Mitschuld am Unfall zugewiesen werden, nur weil er keinen Helm getragen hat?

 

 

 

In Deutschland gibt es bislang keine Helmpflicht für Fahrradfahrer. Den Radfahrer trifft deshalb auch nicht allein deshalb ein Mitverschulden am Unfall, weil er sich durch einen Helm hätte vor schweren Unfallfolgen schützen können. Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2014 (Az. VI ZR 281/13) darf deshalb der Schadensersatzanspruch des Radfahrers nicht deshalb gekürzt werden, weil er keinen Helm getragen hat.

 

 

 

Anders kann es sich hingegen bei Radsportlern wie Mountainbikern oder Rennradlern verhalten. Hier kann je nach den Umständen des Einzelfalls eine Sorgfaltspflichtverletzung vorliegen, wenn auf den Helm verzichtet wird.

 

 

 

Darf der Radfahrer während der Fahrt über Kopfhörer Musik  hören?

 

 

 

Musik hören beim Radfahren ist grundsätzlich erlaubt, es gibt kein generelles Kopfhörerverbot. Allerdings muss die Lautstärke so gewählt werden, dass der Fahrer  Verkehrsgeräusche, Hupen oder Klingeln noch ausreichend deutlich wahrnehmen kann. Verursacht der Radfahrer einen Unfall, weil er aufgrund der durch Kopfhörer eingeschränkten Wahrnehmung nicht adäquat reagiert hat, so droht ihm eine Mithaftung für die eingetretenen Schäden.

 

 

 

Ist es erlaubt, Einkaufstüten am Fahrradlenker zu transportieren?

 

 

 

Von vornherein verboten ist das nicht. Kommt es allerdings – etwa wegen des Gewichts der Tüten oder weil sie während der Fahrt ins Vorderrad geraten - zu Fahrunsicherheiten oder gar Unfällen, so muss mit einem Bußgeld gerechnet werden. Kommen dabei andere Verkehrsteilnehmer zu Schaden, ist dieser vom Radfahrer zu ersetzen.

 

 

 

 

 

Dürfen sich Radfahrer an einer roten Ampel an der Autoschlange vorbei nach vorn drängeln?

 

 

 

Nach § 5 Abs. 8 StVO dürfen Fahrradfahrer Fahrzeuge, die auf dem rechten Fahrstreifen warten, mit mäßiger Geschwindigkeit und besonderer Vorsicht rechts überholen, z. B. bei Stau oder an roten Ampeln. Nicht gestattet ist hingegen, zwischen zwei Fahrzeugkolonnen hindurchzufahren. Bei fließendem Verkehr ist rechts überholen verboten.

 

 

 

Stimmt es, dass nur eine dynamobetriebene Beleuchtung am Fahrrad ausreichend verkehrssicher ist?

 

 

 

Früher war es tatsächlich so, dass nur eine Beleuchtung mit Dynamo den gesetzlichen Vorgaben entsprach. Nunmehr genügt auch eine Lichtmaschine mit einer Nennleistung von 3 W und einer Nennspannung von 6 V oder eine Batterie mit einer Nennspannung von 6 V (Batterie-Dauerbeleuchtung) oder eine akkubetriebene Leuchte (§ 67 Abs. 1 StVZO). Hier ist zu beachten, dass viele LED- oder Halogenscheinwerfer technisch bedingt mit anderer Spannung betrieben werden; diese stellen dann im Zweifel keine ordnungsgemäße Beleuchtung dar.

 

 

 

Welche Strafen drohen Radfahrern, wenn sie bei Rot über die Ampel fahren?

 

 

 

Fahrradfahrer drohen bei Rotlichtverstößen nicht nur empfindliche Geldbußen, sondern auch Punkte in Flensburg. Das Überfahren der roten Ampel ist mit Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt bedroht. Kommt es infolge des Rotlichtverstoßes zu einer Gefährdung anderer oder gar zu einem Unfall, erhöht sich das Bußgeld auf bis zu 180 Euro. Hinzu kommt gegebenenfalls der Schadenersatz, den der Radfahrer den infolge des Unfalls Geschädigten zu leisten hat. Führerscheinentzug droht dann, wenn das "Punktekonto" – sei es wegen Verkehrsverstößen mit oder ohne Fahrrad - auf mehr als 8 angestiegen ist.

 

 

                                                                                                                             

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